Was ist 10-OH-HHC? Hydroxy-Derivat von HHC erklärt

Was ist 10-OH-HHC? Ein Hydroxy-Derivat von HHC, seit 1980 in der Forschung beschrieben und seit Dezember 2025 in Deutschland vom NpSG erfasst.

Was ist 10-OH-HHC: Molekülmodell aus Kugeln und Stäben neben einem Erlenmeyerkolben mit Hanfblatt im Wasser

Das Wichtigste in Kürze

  • 10-OH-HHC steht für 10-Hydroxy-Hexahydrocannabinol, ein Hydroxy-Derivat von HHC mit einer zusätzlichen Hydroxygruppe.
  • Die Struktur ist seit 1980 bekannt; der Stoff wurde als Syntheseprodukt, Naturstoff und Nebenmetabolit von HHC beschrieben.
  • Seit dem 02.12.2025 ist 10-OH-HHC in Deutschland vom NpSG erfasst und nicht verkehrsfähig.
  • Der Wundermittel Store verkauft kein 10-OH-HHC, sondern führt die Produktlinie Superior Vapes.

10-OH-HHC im Überblick

Name
10-Hydroxy-Hexahydrocannabinol
Stoffklasse
Hydroxy-Derivat von HHC, halbsynthetisches Cannabinoid
Bekannt seit
1980, erste Synthese durch die Gruppe um Mechoulam
Formen
Zwei beschriebene Isomere: (9R,10S) und (9S,10R)
Rechtsstatus
Vom NpSG erfasst seit 02.12.2025, nicht verkehrsfähig
Im Sortiment
Nein, der Shop führt die Produktlinie Superior Vapes

Stand 10/2026. Keine Rechtsberatung.

Rechtlicher Hinweis: 10-OH-HHC fällt in Deutschland unter das NpSG und ist nicht verkehrsfähig. Wir verkaufen ausschließlich legale Alternativen. Keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern (Stand: 10/2026).

10-OH-HHC ist die Kurzform für 10-Hydroxy-Hexahydrocannabinol. Der Stoff ist der Forschung seit Jahrzehnten bekannt und wurde erst viel später als Handelsware angeboten. Einen Überblick über Vapes und Pods im Fachhandel gibt die Kategorie im Shop.

Was ist 10-OH-HHC?

10-OH-HHC ist ein Hydroxy-Derivat von Hexahydrocannabinol, kurz HHC. Das Grundgerüst ist dasselbe wie bei HHC. Hinzu kommt eine Hydroxygruppe, also ein Sauerstoffatom mit einem Wasserstoffatom, an Position 10 des Moleküls. Die Fachliteratur führt den Stoff deshalb als Diol: Er trägt zwei solcher Gruppen, eine an Position 1 wie HHC selbst und eine zweite an Position 10.

Eine 2024 im Journal of Cannabis Research erschienene Übersichtsarbeit der Universität Modena und Reggio Emilia ordnet die Verbindung bei den halbsynthetischen Cannabinoiden ein, die auf dem Freizeitmarkt aufgetaucht sind. Die Arbeit beschreibt für jeden dieser Stoffe Chemie, Herstellung, Pharmakologie und Analytik, soweit dazu etwas veröffentlicht ist. Bei 10-OH-HHC fällt dieser Abschnitt kurz aus.

Was bedeutet der Name?

Der Name setzt sich aus drei Teilen zusammen. HHC steht für Hexahydrocannabinol, eine hydrierte Form von THC, die nach der Übersichtsarbeit bereits 1940 im Labor beschrieben wurde. OH ist das chemische Kürzel für die Hydroxygruppe. Die Zahl 10 gibt an, an welchem Kohlenstoffatom des Ringsystems diese Gruppe sitzt. In der Literatur findest du auch die Schreibweisen 10-Hydroxy-HHC und 10-Hydroxyhexahydrocannabinol, gemeint ist jeweils dieselbe Verbindung.

Daneben gibt es Hydroxy-Derivate mit der Gruppe an anderer Stelle, etwa 8-OH-HHC oder 11-OH-HHC. Die Zahl ist also kein Zusatz ohne Bedeutung, sie unterscheidet verschiedene Stoffe voneinander.

Woher stammt die Verbindung?

Neu ist der Stoff nicht. Nach der Übersichtsarbeit ist seine Struktur seit 1980 bekannt, als die Arbeitsgruppe um Mechoulam ihn erstmals synthetisierte. Die Autoren nennen drei Zusammenhänge, in denen er beschrieben wurde. Erstens als Syntheseprodukt im Labor. Zweitens als Naturstoff: Eine Form, das (10S)-Hydroxy-(9R)-Hexahydrocannabinol, wurde laut der Arbeit aus Cannabis isoliert. Drittens als Stoffwechselprodukt: 10-OH-HHC gilt dort als bekannter Nebenmetabolit von HHC, entsteht also in geringem Umfang, wenn der Körper HHC abbaut.

Rotationsverdampfer im Chemielabor, Herkunft der Verbindung 10-OH-HHC

Wie kam der Stoff in den Handel?

Anbieter gaben nach der Übersichtsarbeit an, die Verbindung halbsynthetisch aus CBD herzustellen, legten aber keine weiteren Angaben zum Verfahren offen. Halbsynthetisch heißt: Der Ausgangsstoff stammt aus der Hanfpflanze, die Verbindung selbst entsteht durch chemische Schritte im Labor.

Eine 2025 veröffentlichte Analyse beschlagnahmter Produkte aus Deutschland, erstellt an der Universitätsmedizin Mainz und am Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, erwähnt Hydroxy-Derivate wie 10-OH-HHC als weitere Generation halbsynthetischer Cannabinoide. Sie kam nach den ersten Verboten von HHC auf den Markt und war von den damaligen Regelungen noch nicht erfasst.

Wie unterscheidet sich der Stoff von HHC?

Chemisch liegt der Unterschied in genau dieser einen zusätzlichen Hydroxygruppe. HHC trägt im Betäubungsmittelgesetz den systematischen Namen 6a,7,8,9,10,10a-Hexahydro-6,6,9-trimethyl-3-pentyl-6H-dibenzo[b,d]pyran-1-ol. Bei 10-OH-HHC endet der systematische Name auf 1,10-diol. Aus der Nähe im Aufbau folgt nicht, dass beide Stoffe sich gleich verhalten. Für das Hydroxy-Derivat fehlen die Messungen, die einen Vergleich tragen würden.

Welche Formen gibt es?

Wie HHC kommt auch 10-OH-HHC in mehreren räumlichen Formen vor, sogenannten Isomeren. Die Übersichtsarbeit nennt zwei: die (9R,10S)-Form und die (9S,10R)-Form. Beide bestehen aus denselben Atomen, unterscheiden sich aber in deren Anordnung im Raum.

Labore unterscheiden die Formen nach der Übersicht mit Gaschromatographie oder Flüssigchromatographie, jeweils gekoppelt mit Massenspektrometrie, sowie mit Kernresonanzspektroskopie. Die Massenspektren der beiden Formen sind sich sehr ähnlich. Erst das leicht unterschiedliche Verhalten in der Chromatographie und die Kernresonanzspektroskopie trennen sie sicher.

Welche Rolle spielt der Stoff im Körper?

Forensische Labore interessieren sich für hydroxylierte Abbauprodukte von HHC, weil sie Hinweise auf einen Konsum geben können. Eine 2026 in Scientific Reports erschienene Studie aus Leipzig und Bern untersuchte Serum- und Urinproben nach kontrolliertem HHC-Konsum gezielt auf 8-OH-HHC und 10-OH-HHC. Die beiden geprüften Formen von 10-OH-HHC fanden die Autoren in ihren Proben nicht.

Sie verweisen aber auf andere Veröffentlichungen, die solche Formen in Serum und Urin beschrieben haben. Als mögliche Gründe für ihr eigenes Ergebnis nennen sie Konzentrationen unterhalb der Nachweisgrenze oder einen Abbau während der langen Lagerung der Proben. Für die übrigen räumlichen Formen gab es zudem kein käufliches Referenzmaterial.

Was weiß die Forschung über die Eigenschaften?

Wenig. Die Übersichtsarbeit von 2024 verweist auf frühe Tierversuche an Rhesusaffen aus dem Jahr 1980, in denen eine der beiden Formen psychoaktive Effekte zeigte. Untersuchungen dazu, wie stark der Stoff an den Cannabinoid-Rezeptor CB1 bindet, lagen den Autoren nicht vor. Kontrollierte Studien am Menschen nennt die Arbeit nicht. Den Forschungsstand im Einzelnen behandelt der Ratgeber 10-OH-HHC Wirkung.

Gang einer Universitätsbibliothek, Forschung zu 10-OH-HHC

Zum Freizeitgebrauch zitiert die Arbeit ausschließlich Beiträge aus Onlineforen. Was solche Berichte leisten und wo ihre Grenzen liegen, ordnet der Beitrag 10-OH-HHC Erfahrungen ein.

Für die gesamte Stoffklasse ziehen die Autoren ein nüchternes Fazit: Die Forschung komme dem Markt nicht hinterher, Nebenwirkungen neuer Verbindungen seien unbekannt und nicht vorhersehbar, und Konsumenten könnten die Zusammensetzung von Handelsware nicht sicher kennen.

Warum fällt der Stoff unter das NpSG?

Das NpSG arbeitet nicht mit einer Liste einzelner Namen, sondern mit Stoffgruppen. Anlage 1 des Gesetzes beschreibt unter Nummer 2.3 Verbindungen, die sich vom 6H-Benzo(c)chromen-1-ol ableiten, und zwar unabhängig davon, wie stark einer der Ringe hydriert ist. Als mögliche Bausteine an diesem Ring nennt die Anlage unter anderem Hydroxygruppen.

10-OH-HHC ist seit dem 02.12.2025 vom NpSG erfasst. An diesem Tag trat die Sechste Verordnung zur Änderung der Anlage des Gesetzes in Kraft, verkündet im Bundesgesetzblatt 2025 I Nr. 292. Der Stoff ist damit in Deutschland nicht verkehrsfähig. Nach § 4 Absatz 1 NpSG sind Handeltreiben, Herstellen und Verbringen strafbar; das Gesetz sieht dafür Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Die Einzelheiten behandelt der Ratgeber zur Frage, ob 10-OH-HHC legal ist.

Warum gilt für HHC ein anderes Gesetz?

HHC selbst steht seit dem 23.05.2026 in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes und ist damit ein Betäubungsmittel. Für 10-OH-HHC ist das Betäubungsmittelgesetz nicht die Grundlage, hier gilt das NpSG. Die chemische Verwandtschaft ändert daran nichts: Maßgeblich ist, in welchem Gesetz ein Stoff geführt wird. Die Rechtslage kann sich ändern, deshalb trägt jede Angabe hier den Stand 10/2026.

Was führt der Fachhandel stattdessen?

Der Wundermittel Store verkauft kein 10-OH-HHC. Als Alternative führt der Fachhandel für Vapes und CBD Öl die Produktlinie Superior Vapes: Einweg-Vapes mit 1ml oder 2ml, Pods mit 2ml und Liquids. Superior Vapes ist ein Handelsname und keine Stoffbezeichnung. Welche Verbindungen ein Produkt enthält, steht auf dem Laborbericht der Charge. Eine Aussage darüber, wie ein Produkt wirkt, ist mit dem Namen nicht verbunden.

Vapes sind nicht harmlos. Sachlich vergleichen lassen sich Füllmenge, Bauform, Handhabung und die Angaben zu den Inhaltsstoffen. Im Ladengeschäft in Hamburg, Hoheluftchaussee 123, bekommst du dazu persönliche Beratung.

Was ein Drogentest erfasst, behandelt der Beitrag 10-OH-HHC nachweisbar.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er ist keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren. Stand: 10/2026.

Häufige Fragen zu Was ist 10-OH-HHC

Was ist 10-OH-HHC in einem Satz?

10-OH-HHC ist die Kurzform für 10-Hydroxy-Hexahydrocannabinol. Die Fachliteratur beschreibt den Stoff als Hydroxy-Derivat von HHC und ordnet ihn bei den halbsynthetischen Cannabinoiden ein.

Was ist 10-OH-HHC chemisch gesehen?

Chemisch ist es HHC mit einer zusätzlichen Hydroxygruppe an Position 10 des Moleküls. Der Stoff trägt damit zwei Hydroxygruppen und wird in der Fachliteratur als Diol geführt.

Was ist 10-OH-HHC im Unterschied zu HHC?

Beide Stoffe haben dasselbe Grundgerüst, 10-OH-HHC trägt aber eine Hydroxygruppe mehr. Aus der Nähe im Aufbau folgt nicht, dass sich beide gleich verhalten; für das Hydroxy-Derivat fehlen entsprechende Messungen.

Was ist 10-OH-HHC: ein natürlicher oder ein künstlicher Stoff?

Beides ist beschrieben. Eine Übersichtsarbeit von 2024 nennt eine aus Cannabis isolierte Form, eine Laborsynthese aus dem Jahr 1980 und Anbieter, die eine halbsynthetische Herstellung aus CBD angaben.

Was ist 10-OH-HHC im Stoffwechsel von HHC?

Die Fachliteratur führt den Stoff als Nebenmetaboliten von HHC, also als Abbauprodukt, das in geringem Umfang entsteht. Eine Studie von 2026 fand die beiden geprüften Formen in ihren Proben allerdings nicht.

Quellen

  1. An emerging trend in Novel Psychoactive Substances (NPSs): designer THC, Journal of Cannabis Research (BMC), Caprari et al., DOI 10.1186/s42238-024-00226-y (2024)Stützt die Angaben zu Struktur, erster Synthese 1980, Vorkommen als Naturstoff und Nebenmetabolit, den Isomeren und der Analytik.
  2. Preliminary pharmacokinetic investigations of hydroxylated metabolites after controlled inhalative and oral consumption of hexahydrocannabinol (HHC), Scientific Reports (Nature Portfolio), Höfert et al., DOI 10.1038/s41598-026-62767-x (2026)Stützt die Aussage, dass die geprüften Formen von 10-OH-HHC nach kontrolliertem HHC-Konsum in Serum und Urin nicht nachweisbar waren.
  3. Characterising a New Cannabis Trend: Extensive Analysis of Semi-Synthetic Cannabinoid-Containing Seizures From Germany, Drug Testing and Analysis (Wiley), Hundertmark et al., DOI 10.1002/dta.3886, Volltext Universitätsbibliothek Mainz (2025)Stützt die Aussage, dass Hydroxy-Derivate wie 10-OH-HHC als weitere Generation halbsynthetischer Cannabinoide auf den Markt kamen.
  4. Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), Anlage 1, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de (2025)Stützt die Beschreibung der Stoffgruppe Nummer 2.3 mit Hydroxygruppen als möglichen Substituenten.
  5. Sechste Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (BGBl. 2025 I Nr. 292), Bundesgesetzblatt, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (2025)Stützt die Angabe zur Sechsten Änderungsverordnung und ihrer Fundstelle im Bundesgesetzblatt.
  6. Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), § 4 Strafvorschriften, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de (2025)Stützt die Angabe zum Strafrahmen für Handeltreiben, Herstellen und Verbringen.
  7. Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage II, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, gesetze-im-internet.de (2026)Stützt die Aussage, dass HHC in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes steht, samt systematischem Namen.