Rechtlicher Hinweis: HHCP fällt in Deutschland unter das NpSG und ist nicht verkehrsfähig. Wir verkaufen ausschließlich legale Alternativen. Keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern (Stand: 10/2026).
HHCP taucht seit einigen Jahren neben HHC und THCP auf, wird aber oft ungenau erklärt. Hier bekommst du einen sachlichen Überblick: was der Name bedeutet, wie das Molekül aufgebaut ist, woher die Handelsware stammt und was die Forschung bisher weiß.
Was ist HHCP?
HHCP ist die Abkürzung für Hexahydrocannabiphorol. Der Stoff gehört zu den sogenannten halbsynthetischen Cannabinoiden, also zu Verbindungen, die nicht als Pflanzenextrakt verkauft werden, sondern im Labor aus anderen Stoffen entstehen. Forensische Fachzeitschriften beschreiben HHCP als Verwandten von Hexahydrocannabinol (HHC) mit längerer Seitenkette.
Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen. „Hexahydro“ steht für sechs zusätzliche Wasserstoffatome: Das Ringsystem ist hydriert, wie bei HHC. Die Endung „-phorol“ stammt aus der Benennung von Tetrahydrocannabiphorol (THCP) und verweist auf eine Seitenkette aus sieben Kohlenstoffatomen, eine sogenannte Heptylkette. THC und HHC tragen an dieser Stelle eine Kette aus fünf Kohlenstoffatomen.
Im Sortiment des Wundermittel Store kommt HHCP nicht vor. Auf der Seite Legale Alternative zu HHCP Vapes findest du stattdessen Einweg-Vapes der Produktlinie Superior Vapes mit 1ml oder 2ml. Diese Produkte enthalten kein HHCP.
Wie ist das Molekül aufgebaut?
HHCP besitzt das Grundgerüst der klassischen Cannabinoide: ein Dibenzopyran, also drei miteinander verbundene Ringe, an denen eine Hydroxygruppe und eine Kohlenstoffkette sitzen. Zwei Merkmale unterscheiden HHCP von THC. Erstens fehlt die Doppelbindung im oberen Ring, weil dieser Ring vollständig mit Wasserstoff gesättigt ist. Zweitens ist die Seitenkette zwei Kohlenstoffatome länger.

Warum gibt es verschiedene Formen von HHCP?
Das Molekül hat drei sogenannte asymmetrische Kohlenstoffatome. Dadurch sind mehrere räumliche Varianten möglich, die dieselbe Summenformel haben, aber unterschiedlich gebaut sind. Eine Untersuchung des japanischen National Institute of Health Sciences aus dem Jahr 2023 identifizierte in einer E-Zigaretten-Kartusche zwei Hauptformen, die als 9R-HHCP und 9S-HHCP bezeichnet werden. Auch die Forschung zu HHC unterscheidet diese beiden Epimere, weil sie sich im Labor unterschiedlich verhalten.
Was bedeutet die längere Seitenkette?
Die Seitenkette beeinflusst, wie ein Cannabinoid im Körper verstoffwechselt wird und wie es an Rezeptoren bindet. Eine schwedische Studie mit menschlichen Leberzellen aus dem Jahr 2024 fand für HHCP einen ähnlichen Abbauweg wie für HHC; wegen der längeren Kette wurde HHCP aber häufiger an der Seitenkette verändert. Was das für Menschen bedeutet, lässt sich aus Zellversuchen allein nicht ableiten.
Woher stammt HHCP als Handelsware?
Laut der japanischen Untersuchung werden Produkte mit HHC und HHCP seit 2021 über das Internet vertrieben. Die Autoren halten es für wahrscheinlich, dass die gefundenen HHCP-Formen aus Delta-9-THCP entstanden sind. Delta-9-THCP selbst ist ein Naturstoff: Eine italienische Forschungsgruppe beschrieb es 2019 erstmals als Bestandteil einer Cannabissorte, allerdings nur in sehr geringen Mengen.
Die Handelsware HHCP entsteht dagegen synthetisch. Eine Analyse der Universität Bern untersuchte eine HHCP-Probe aus dem Handel und fand darin neben HHCP mehrere verwandte Verbindungen, darunter sogenannte abnormale und doppelt alkylierte Cannabinoide. Diese Stoffe sind aus Cannabis nicht bekannt. Die Autoren werten den Fund als Bestätigung, dass die Probe rein synthetisch hergestellt wurde. Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass Anbieter behaupten, HHCP werde aus CBD gewonnen, obwohl beide Stoffe unterschiedlich lange Seitenketten haben.
In welchen Produkten wurde HHCP gefunden?
Die japanische Untersuchung isolierte HHCP aus einer Kartusche für E-Zigaretten. Die Mainzer Rechtsmedizin analysierte Sicherstellungen in ganz unterschiedlichen Formen: pflanzliches Trägermaterial, Harze, Lebensmittel, Vape-Liquids und Papers. Nachgewiesen wurden die Stoffe mit Gaschromatographie oder Flüssigchromatographie, jeweils gekoppelt an Massenspektrometrie; die genaue räumliche Form ließ sich erst mit Kernspinresonanz-Spektroskopie bestimmen. Für Käufer heißt das: Weder die Produktform noch die Aufschrift verraten, welche Verbindung tatsächlich enthalten ist.
Wie hat sich der Markt entwickelt?
HHCP gehört zu einer Welle von Stoffen, die nach HHC auf den europäischen Markt kamen. Eine Auswertung von 80 Sicherstellungen aus Deutschland, veröffentlicht 2025 von der Rechtsmedizin Mainz, fand neben HHC häufig auch Varianten mit Heptylkette; nach H4CBD waren sie die am häufigsten nachgewiesenen Abwandlungen. Die Berner Autoren beschreiben, dass HHCP nach dem Schweizer HHC-Verbot im März 2023 dort zum bekanntesten Ersatzstoff wurde, bis die Schweiz im Oktober 2023 die gesamte Stoffklasse der Dibenzopyran-Cannabinoide verbot. In Schweden wurden HHC und HHCP am 11. Juli 2023 als Betäubungsmittel eingestuft.
Wie unterscheidet sich HHCP von HHC und THCP?
Die drei Namen klingen ähnlich, beschreiben aber verschiedene Moleküle mit unterschiedlicher Rechtslage. Eine Übersicht:
- HHC: hydriertes Ringsystem, Seitenkette mit fünf Kohlenstoffatomen. Steht seit dem 23.05.2026 in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes.
- THCP: Doppelbindung im Ring wie bei THC, Seitenkette mit sieben Kohlenstoffatomen. Fällt unter das NpSG.
- HHCP: hydriertes Ringsystem wie HHC, Seitenkette mit sieben Kohlenstoffatomen wie THCP. Fällt unter das NpSG.
Aus der chemischen Nähe folgt keine gleiche Wirkung und keine gleiche Rechtslage. Jede Verbindung wird für sich eingeordnet, und für jede gibt es eine eigene, oft sehr schmale Datenbasis.
Was ist mit 10-OH-HHCP?
10-OH-HHCP ist eine weitere Abwandlung, bei der an Position 10 des Moleküls eine zusätzliche Hydroxygruppe sitzt. Der Stoff wurde mit der sechsten Verordnung zur Änderung der NpSG-Anlage vom Dezember 2025 erfasst. Auch für 10-OH-HHCP gilt: Ein neuer Name ändert nichts daran, dass die Struktur über das Gesetz eingeordnet wird.
Was weiß die Forschung über HHCP?
Die Datenlage ist schmal. Zu HHCP gibt es vor allem analytische Arbeiten, die klären, welche Verbindungen in Produkten stecken, sowie wenige Labor- und Zellstudien. Kontrollierte Studien am Menschen fehlen. Eine schwedische Arbeit, an der die europäische Drogenbeobachtungsstelle beteiligt war, untersuchte die Aktivierung des CB1-Rezeptors in Zellkulturen; HHCP aktivierte den Rezeptor dort als sogenannter Partialagonist. Die Autoren sehen darin Hinweise auf cannabisähnliche Effekte.

Eine Auswertung des tschechischen Giftinformationszentrums erfasste zwischen Mai 2022 und April 2024 insgesamt 236 Meldungen zu HHC und HHCP, darunter auch schwere Verläufe. Was diese Daten zeigen und wo ihre Grenzen liegen, ordnet der Ratgeber zur HHCP Wirkung ein.
Warum sagen Produktangaben wenig aus?
Die Analysen zeigen, dass Produkte mit halbsynthetischen Cannabinoiden selten genau das enthalten, was der Name verspricht. In der Mainzer Auswertung schwankte schon der HHC-Gehalt extrem. Die Berner Probe bestand aus einem Gemisch mehrerer Moleküle. Welche Verbindungen tatsächlich enthalten sind, kann nur eine Laboranalyse der jeweiligen Charge zeigen. Ein aussagekräftiger Laborbericht nennt die geprüfte Charge, die Messmethode und jede nachgewiesene Verbindung mit ihrem Gehalt.
Warum ist HHCP in Deutschland nicht verkehrsfähig?
Das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz erfasst in Anlage 1 nicht einzelne Namen, sondern Stoffgruppen. Die Nummer 2.3 beschreibt die vom 6H-Benzo(c)chromen-1-ol abgeleiteten Verbindungen, unabhängig vom Hydrierungsgrad des aromatischen Rings A, und lässt als Reste unter anderem Kohlenstoffketten bis zu zwölf Atomen zu. HHCP passt nach diesem Wortlaut in die Gruppe. Wie die Einordnung im Einzelnen begründet ist und welche Handlungen das Gesetz verbietet, erklärt der Beitrag HHCP legal.
Für Handelsnamen gilt dabei eine einfache Regel: Ein Produktname ist keine Stoffbezeichnung. Welche Verbindungen ein Produkt enthält, entscheidet über die Einordnung, und diese Angabe gehört auf den Laborbericht der Charge.
Was ist zu Hexahydrocannabiphorol festzuhalten?
HHCP ist ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid mit hydriertem Ringsystem und Heptylkette, chemisch zwischen HHC und THCP angesiedelt. Die Handelsware enthält oft Gemische mehrerer Formen und Nebenprodukte. Belastbare Daten am Menschen fehlen, und in Deutschland fällt der Stoff unter das NpSG. Der Wundermittel Store führt Vapes und CBD Öl mit persönlicher Beratung im Laden in Hamburg, aber kein HHCP.
Wer sich mit dem Stoff beschäftigt, sollte Chemie, Datenlage und Rechtslage getrennt betrachten. Ähnliche Namen sagen über keinen dieser drei Punkte etwas Verlässliches aus.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er ist keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren. Stand: 10/2026.

