Rechtlicher Hinweis: THCP fällt in Deutschland unter das NpSG und ist nicht verkehrsfähig. Wir verkaufen ausschließlich legale Alternativen. Keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern (Stand: 10/2026).
THCP ist die Abkürzung für Tetrahydrocannabiphorol. Eine Forschungsgruppe aus Italien hat den Stoff Ende 2019 erstmals in einer Hanfpflanze nachgewiesen und beschrieben.
Was ist THCP?
THCP ist ein Phytocannabinoid, also ein Cannabinoid, das die Pflanze Cannabis sativa selbst bildet. Im Aufbau gleicht das Molekül dem bekannten Delta-9-THC bis auf eine Stelle: die Seitenkette. Bei THC besteht sie aus fünf Kohlenstoffatomen, bei THCP aus sieben. Die Schreibweisen THCP, THC-P und Delta-9-THCP meinen denselben Stoff, der ausgeschriebene Name lautet Tetrahydrocannabiphorol.
Im Handel stand das Kürzel eine Zeit lang auf Vapes und Liquids. Seit dem 27.06.2024 ist der Stoff in Deutschland vom Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) erfasst und nicht verkehrsfähig. Der Wundermittel Store verkauft kein THCP. Im Sortiment findest du Superior Vapes als Alternative. Superior Vapes ist der Name einer Produktlinie und keine Stoffbezeichnung.
Wie ist das Molekül aufgebaut?
Cannabinoide vom Typ des THC bestehen aus einem Gerüst aus drei verbundenen Ringen und einer Kette aus Kohlenstoffatomen, die an einem der Ringe hängt. Die Chemie ordnet dieses Gerüst den Abkömmlingen des Dibenzopyrans zu, in der genauen Bezeichnung 6H-Benzo(c)chromen-1-ol. Dieselbe Bezeichnung verwendet die Anlage 1 des NpSG, wenn sie die Stoffgruppe beschreibt.

Was unterscheidet die Seitenkette von der des THC?
Die Entdecker beschreiben THCP als Stoff mit derselben Struktur wie Delta-9-THC, aber mit einer Seitenkette aus sieben Gliedern. Solche Reihen, in denen sich Verbindungen nur in der Länge einer Kette unterscheiden, nennt die Chemie homologe Reihen. Die Veröffentlichung nennt neben der bekannten Form mit fünf Gliedern auch Formen mit drei und mit vier Gliedern. THCP ist in dieser Reihe das Glied mit der längsten Kette, das die Gruppe in der Pflanze nachgewiesen hat.
Warum interessiert sich die Forschung für die Kettenlänge?
Die Gruppe hat gemessen, wie fest der Stoff an die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 bindet. Für den menschlichen CB1-Rezeptor nennt sie einen Ki-Wert von 1,2 nM für THCP und stellt ihm 40 nM für Delta-9-THC gegenüber. Je kleiner dieser Wert, desto fester die Bindung im Versuch. Die Autoren fassen den Abstand als 33-fach zusammen. Das ist ein Messwert aus dem Labor und keine Aussage darüber, wie ein Mensch den Stoff wahrnimmt.
Seit wann ist der Stoff bekannt?
Die Erstbeschreibung erschien am 30.12.2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Das Team um Cinzia Citti und Pasquale Linciano untersuchte eine Cannabissorte mit der Bezeichnung FM2 und fand darin zwei bis dahin unbekannte Verbindungen mit einer Seitenkette aus sieben Gliedern: THCP und das verwandte CBDP. Die Gruppe stellte beide Stoffe zusätzlich im Labor her, um die Funde aus der Pflanze mit Vergleichsmaterial abzusichern.
Wie viel davon steckt in der Pflanze?
Sehr wenig. Für die untersuchte Sorte gibt die Veröffentlichung rund 29 Mikrogramm THCP je Gramm an, ermittelt mit einem halbquantitativen Verfahren. Delta-9-THC lag in derselben Probe bei 39 Milligramm je Gramm, also bei mehr als dem Tausendfachen. Die Arbeit beschreibt eine einzelne Sorte. Ob andere Sorten mehr oder weniger davon bilden, beantwortet sie nicht. Die Autoren regen an, THCP künftig in die Liste der Cannabinoide aufzunehmen, die bei Analysen bestimmt werden.
Woher stammte der Stoff in Handelsware?
Bei Mengen im Bereich von Mikrogramm je Gramm liegt nahe, dass der Inhalt früherer Handelsware nicht einfach aus der Pflanze gewonnen wurde. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 führt Analoga von THCP unter den verbreiteten halbsynthetischen Cannabinoiden. Halbsynthetisch heißt: Ausgangspunkt ist ein Stoff aus der Pflanze, der im Labor chemisch verändert wird. Welchen Weg ein einzelnes Produkt genommen hat, lässt sich am Namen nicht ablesen.
Was hat die Forschung an dem Stoff untersucht?
Neben der Bindung an Rezeptoren enthält die Erstbeschreibung einen Versuch an Mäusen. Der sogenannte Tetrad-Test erfasst vier Messgrößen: Bewegung, Körpertemperatur, Starre und die Reaktion auf einen Wärmereiz. Die Autoren berichten, dass THCP in allen vier Größen Veränderungen auslöste, wie sie für Stoffe typisch sind, die am CB1-Rezeptor ansetzen.

Mehr liegt aus dieser Quelle nicht vor. Die Arbeit enthält keine Untersuchung am Menschen, und die Autoren schreiben selbst, dass weitere Studien zur pharmakologischen Aktivität laufen. Was sich aus den Daten ableiten lässt und wo die Grenzen liegen, ordnet der Beitrag THCP Wirkung ein.
Warum fällt der Stoff unter das NpSG?
Das NpSG arbeitet nicht mit einer Liste einzelner Namen. Seine Anlage 1 beschreibt Stoffgruppen über ein Kerngerüst und die Reste, die daran hängen dürfen. Unter Nummer 2.3 stehen die von 6H-Benzo(c)chromen-1-ol abgeleiteten Verbindungen, begrenzt auf eine Molekülmasse von höchstens 600 u. In diese Gruppe gehört das Gerüst des THC und seiner Verwandten. THCP ist seit dem 27.06.2024 vom NpSG erfasst.
Handeltreiben, Herstellen und Verbringen sind nach § 4 NpSG strafbar. Was das Gesetz im Einzelnen verbietet und wie die Vorschriften aufgebaut sind, steht im Beitrag THCP legal.
Gilt das auch für abgewandelte Stoffe mit anderem Namen?
Die Vorbemerkung der Anlage 1 schließt Stereoisomere, Salze und geladene Formen eines erfassten Stoffes ausdrücklich ein. Das NpSG erfasst Stoffgruppen; aus dem Fehlen eines Namens folgt nicht, dass ein Stoff nicht erfasst ist. Ob eine bestimmte Verbindung in eine Gruppe fällt, entscheidet ihre Struktur. Diese Prüfung ist Sache von Fachleuten und Behörden.
Was sagt der Name auf einer Verpackung aus?
Ein Name auf einer Verpackung ist eine Angabe des Herstellers. Was eine Charge enthält, zeigt erst die Analyse. Die Übersichtsarbeit von 2026 berichtet, dass Untersuchungen bei Produkten mit halbsynthetischen Cannabinoiden Abweichungen zwischen Kennzeichnung und tatsächlicher Zusammensetzung gefunden haben, darunter nicht deklarierte Stoffe, Verunreinigungen und Lösungsmittelreste.
Daraus folgt eine einfache Regel: Der Laborbericht der Charge zählt, nicht das Etikett. Ein brauchbarer Bericht nennt das Labor, das Datum, die Chargennummer und die untersuchten Verbindungen. Dieselbe Vorsicht gilt für Schilderungen im Netz, die sich auf ein Produkt mit unbekanntem Inhalt beziehen. Wie du solche Schilderungen liest, zeigt der Beitrag THCP Erfahrungen.
Wo bekommst du verlässliche Auskunft?
Für die Chemie und den Stand der Forschung ist die Erstbeschreibung von 2019 die Grundlage, sie ist frei zugänglich. Für die Rechtslage gilt der Gesetzestext in der jeweils aktuellen Fassung auf gesetze-im-internet.de. Texte von Händlern und Beiträge in Foren ersetzen beides nicht.
Fragen zu Geräten, Füllmengen und zum Laborbericht eines Produkts aus dem Sortiment beantwortet die Beratung im Ladengeschäft in Hamburg, Hoheluftchaussee 123. Eine verbindliche rechtliche Auskunft gibt nur eine Rechtsberatung.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er ist keine Rechtsberatung; die Rechtslage kann sich ändern. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren. Stand: 10/2026.

